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Gleich nach dem Abi in die Forschung? Das FWJ - das freiwillige Jahr in der Wissenschaft - macht's möglich

Drei FWJler und ihre vier Betreuer im Institut für Werkstoffkunde - ganz rechts Andreas Fromm (hinten) und Horst Schulte. Foto: IW

Bereits zum siebten Mal arbeiten am Produktionstechnischen Zentrum Hannover Abiturienten als FWJler in Forschungsprojekten einzelner Institute mit. Sie bekommen so schon vor einer Studienentscheidung Einblicke in den Alltag und in die Arbeitsweise von Ingenieurwissenschaftlern.

Auf die drei Abiturienten, die im September 2017 am Institut für Werkstoffkunde ihren Probelauf in die Wissenschaft aufnahmen, wartet ein besonderes Programm: "Alle drei werden bei uns im Institut eine Rundreise machen; das heißt, sie sind je eine Woche in der Werkstatt, in der Metallografie, in der Analysentechnik oder Mechanischen Prüfung und im Schweißlabor, um einen Überblick über das Institut zu gewinnen", erklärt Andreas Fromm, der als Wissenschaftlicher Mitarbeiter einen der FWJler betreut. Dazu kommen fünf Seminare an der Medizinischen Hochschule Hannover und die Möglichkeit, im Juniorstudium der Leibniz Universität Vorlesungen zu besuchen und sogar Credit Points zu sammeln. "Das ist wirklich cool", findet Fromm.

Keine Grundlagenerkenntnis ohne Heiztischprogrammierung  

Der Hauptpunkt auf der Agenda der drei jugendlichen Forscher ist aber die Arbeit im jeweiligen Forschungsprojekt: ein Kühlsystem entwickeln, das für thermodynamische Ermüdungsversuche eingesetzt wird, oder Korrosionsprüfungen an umgeformten Bauteilen vornehmen. Heiß wird es im Projekt, in dem Horst Schulte, Fromms FWJler, mitforscht: Er wird Nanopartikel in flüssiges Aluminium einbringen und beobachten, ob, wann und wie sich dadurch die Korngröße im Aluminium verringert. "Ich freu mich schon darauf, das selbst mit auszuprobieren, denn wir wollen im Prinzip Angaben in der Literatur widerlegen", erklärt Horst Schulte, und sein Betreuer bestätigt: "Wir wissen, dass das mit Nanopartikeln grundsätzlich möglich ist – auch wenn der Effekt in der Literatur erst ab Mikropartikelgröße dargestellt ist." Wirkliche Grundlagenforschung also – inklusive solch praktischer Herausforderungen wie der Programmierung für die Heiztischregelung.
Neue Forscherinnen und Forscher braucht das (Bundes-)Land

Bewerbungsschluss für den FWJ-Jahrgang 2018 ist der 31. März 2018. Die Bewerbungen laufen zentral über die Webseite der Medizinische Hochschule Hannover, die das FWJ 2011 initiiert hat: https://www.mh-hannover.de/29718.html.