Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: IW
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: IW
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Plasmaschneiden

Plasmaschneiden ist ein thermisches Schneidverfahren, bei dem der metallische Werkstoff durch den Plasmastrahl geschmolzen und aus der Schnittfuge geblasen wird. Zu Prozessbeginn wird im Plasmabrenner mittels Hochspannungszündung ein nicht übertragender Pilotlichtbogen generiert, der zwischen Kathode und der als Anode dienenden Schneiddüse brennt. Durch ausströmende und expandierende Gase wird er aus der Düse geblasen. Berührt der Pilotlichtbogen das Werkstück, wird der übertragende Hauptlichtbogen gezündet. Die Plasmaquelle schaltet selbständig den vollen Schneidstrom zu. Parallel wird die Schneiddüse elektrisch neutral geschaltet. Der Plasmastrahl schmilzt das zu trennende Material auf und verdampft es teilweise. Die Schmelze wird durch die kinetischen Schubkräfte des Gasstrahls aus der entstehenden Schnittfuge geblasen.

Das Plasmaschneiden zeichnet sich durch eine gute Schnittqualität und eine hohe Schnittgeschwindigkeit bei vergleichsweise geringen Kosten aus. In vielen Bereichen der Industrie ist es daher bereits ein fester Bestandteil der Fertigung.

Forschungsgebiete

Am UWTH beschäftigt sich die Fachgruppe Schneidtechnik u.a. mit der Verfahrensneu- und -weiterentwicklungen, aufgabenorientierte Applikationen, Aspekte der Umwelt- und Arbeitsplatzbelastung sowie Grundlagenforschung.  In diesem Zusammenhang steht auch die Qualifikation und Anpassung der thermischen Schneidtechniken für den Unterwassereinsatz.

Kontakt: Dr.-Ing. Thomas Hassel