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Sonderschneidverfahren

  • Contact Arc Metal Cutting (CAMC)
  • Contact Arc Metal Grinding (CAMG)

Das Kontakt-Lichtbogen-Metall-Trennschleifen (Contact-Arc-Metal-Grinding) sowie das Kontakt-Lichtbogen-Metall-Schneiden (Contact-Arc-Metal-Cutting) wurden am Institut für Werkstoffkunde der Universität Hannover in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt. Beide Verfahren basieren auf dem thermischen Abtragen von metallischen Werkstoffen mittels unstetigem, wiederholtem Kurzschluss-Hochstromlichtbogen durch Kontakt zwischen Elektrode und Werkstück. Hierdurch können alle elektrisch leitfähigen Werkstoffe unter Wasser bearbeitet werden und, im Gegensatz zum Plasma- und Laserstrahlschneiden, stellen Hohlraum- und Sandwichstrukturen kein Hindernis dar. In den Bildern sind die Prinzipien der CAMG- und des CAMC-Verfahren dargestellt.

 

Am Institut für Werkstoffkunde Hannover wurden grundlegende Untersuchungen zum Verhalten der Prozesse durchgeführten und so ein tiefer gehendes Verständnis der hier ablaufenden Vorgänge erarbeitet. Durch konstruktive Umsetzung dieser Erkenntnisse konnten beide Verfahren zu effektiven und stabilen Schneidtechnologien weiterentwickelt werden. Die Leistungsfähigkeit des CAMC konnte bei der Zerlegung von Reaktoreinbauten im MZFR eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. Mit dem so erbrachten Nachweis der Praxistauglichkeit steht einer zukünftig verbreiteten Anwendung der Verfahren nichts mehr im Weg. Neben dem Einsatz im kerntechnischen Rückbau ergeben sich insbesondere auch im Offshorebereich interessante Anwendungsfelder.