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Korrosionsprüfung

In der Fachgruppe Korrosionsprüfung werden in erster Linie Aussagen zur Beständigkeit von Werkstoffen und Beschichtungssystemen durch den Einsatz verschiedener Korrosionsuntersuchungen getroffen. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf den folgenden Themen:

Nukleare Behältertechnik

Korrosionsmessungen von Lacksystemen und thermischen Spritzschichten an Behältern für schwach radioaktive Abfälle

Die Fragestellungen dabei betreffen Beschichtungssysteme (dekontaminationsfähige Lacke) für Behälter für schwach radioaktive Abfälle. Für dickwandige Behälterbauteile, wie z.B. CASTOR® oder MOSAIK®- Behälter, die für die Zwischen- und Endlagerung von hochradioaktiven wärmeentwickelnden Abfällen eingesetzt werden, wird zur Zeit zusammen mit Projektpartnern daran gearbeitet die Eignung von thermischen Spritzschichten als Korrosionsschutz zu untersuchen. 

Ansprechpartnerin: Dipl.-Chem. Sabine Behrens
 

Magnesiumkorrosion

Reinmagnesiumproben, von 0 bis 180 Minuten in NaOH gekocht, zur Erzeugung einer definierten Hydroxidschicht

Hier steht die Entwicklung neuer Prüfverfahren und –methoden sowie von Beschichtungssystemen im Vordergrund. Themenschwerpunkt ist zum einen die Entwicklung elektrochemischer Messmethoden in der 3-Elektrodenanordnung zur Aufnahme von z.B. RP/I-U-Kurven im µ-Bereich sowie die Kombination von mechanischen 4 Punktbiegetests mit elektrochemischen Messungen zur Bestimmung von Beschichtungsparametern. Weiter findet eine intensive Forschung hinsichtlich geeigneter Beschichtungsparameter basierend auf Magnesiumfluoridschichten statt, die neben der Herstellung einer definierten Schichtdicke eine gezielte und steuerbare Degradation des Magnesiums ermöglichen.

Ansprechpartnerin: Dipl.-Chem. Sabine Behrens

Biomedizintechnik

REM-Bild einer korrodierten Probe

Im Rahmen der Biomedizintechnik wird die Degradation von Zirkoniumdioxidkeramiken untersucht, die in der dentalen Prothetik Anwendung finden. Die Keramik weist im hydrothermalen Milieu eine Degradation auf, die zum Versagen der Keramik führen kann. Diese Degradation findet als Folge einer Phasenumwandlung des Kristallsystems statt und kann im weiteren Sinne als „Korrosion“ des Materials bezeichnet werden. 

Ansprechpartner: Dipl.-Geow. Christoph Hübsch

Freisetzungsraten von Mg2+-Ionen bei der Degradation von ZEK100

Zusätzlich werden in der Fachgruppe Korrosionsuntersuchungen zum Degradationsverhalten von Magnesiumwerkstoffen für die Biomedizintechnik sowie von Beschichtungsmaterialien für Implantatwerkstoffe durch die Ermittlung von Freisetzungsraten in unterschiedlichen korrosiven Medien mittels ICP-OES durchgeführt.

Ansprechpartnerin: Dipl.-Chem. Sabine Behrens

 

Angewandte Methoden

  • Klimaprüfungen
  • Potentiostatische Messplätze
  • Mikroelektrochemie
  • Kavitationsprüfung
  • Salzsprühnebel-, Kondenswasser-, VDA-Wechseltest
  • Spannungs- und Schwingungsrisskorrosion
  • ICP-OES
  • Normalatmosphäre, Druckbehälter bis 10 MPa
  • Elektrochemische Messmethoden
  • Hydrothermale Auslagerung
  • Röntgendiffraktometrie
  • Biaxiale Biegeprüfung