In dieser Woche ist das Bewilligungsschreiben der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingegangen: Ein neues Forschungsvorhaben zur Hybridisierung von stranggepressten Aluminiumprofilen wird für 36 Monate gefördert. Das Projekt ist die Fortsetzung der erfolgreichen Kooperation mit dem Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) der TU Braunschweig.
Ziel des Projekts ist es, durch eine Randschichtmodifikation von hybriden Strangpressprofilen eine oberflächennahe Metallschaumherstellung zu ermöglichen, um formschlüssige Anbindungspunkte für Kunststoffkomponenten zu schaffen. Diese werden mit Hilfe eines additiven Extrusionsverfahrens lokal aufgebracht. Durch die Kopplung beider Ansätze werden kontinuierliche und diskontinuierliche Fertigungstechnologien in einem Prozessverbund zusammengeführt. So sollen Aluminiumprofile zu funktionsintegrierten Hybridbauteilen weiterentwickelt und neue Gestaltungsspielräume in der Produktionstechnik erschlossen werden. Als zentrale Herausforderung wurde die derzeit noch unzureichende formschlüssige Anbindung zwischen Polymer und Metallschaum identifiziert. Im Fokus der Lösungsansätze stehen der Einsatz herauslösbarer Platzhaltermaterialien sowie die Umstellung auf Recyclingspäne als Ausgangsmaterial für das Strangpressen, um die Nachhaltigkeit der Schaumherstellung zu verbessern.