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Prof. Dr.-Ing. habil. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Friedrich-Wilhelm Bach †

Prof. Dr.-Ing. habil. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c.
Niedersachsenprofessur für Werkstofftechnik-Rückbautechnologie

Institut für Werkstoffkunde
Unterwassertechnikum am Institut für Werkstoffkunde
Produktionstechnisches Zentrum Hannover, UWTH
Lise-Meitner-Str. 1
30823 Garbsen


Bild von Prof. Dr.-Ing. habil. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Friedrich-Wilhelm Bach †

Am 18. August 2014 ist Herr Professor Dr.-Ing. habil. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Friedrich-Wilhelm Bach für immer von uns gegangen.

Professor Bach hat das Institut von 2001 bis 2012 geleitet. Als Zeichen der besonderen Wertschätzung seiner erfolgreichen wissenschaftlichen Arbeit wurde er im Jahr 2006 Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und im Jahr 2012 zum Niedersachsenprofessor berufen. Er wird uns stets als charismatische Persönlichkeit in Erinnerung bleiben, die Menschen begeistern konnte.

Prof. Bach wirkte über viele Jahrzehnte aktiv an den Erfolgen des Institutes für Werkstoffkunde mit: Bereits 1972 begann er - nach dem Studium der Fachrichtung Werkstofftechnik an der Technischen Universität Hannover -  als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkstoffkunde zu arbeiten. Die Promotion auf dem Gebiet der Plasmametallurgie erfolgte 1978. Anschließend leitete er den Bereich „Technologie der Werkstoffe“ und habilitierte sich 1983 mit einer Arbeit zum Thermischen Schneiden dickwandiger Werkstücke. Von 1983 bis 1997 war er Oberingenieur des Institutes und wurde 1987 an der Universität Hannover zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Im Jahr 1997 wurde er an den Lehrstuhl für Werkstofftechnologie der Universität Dortmund berufen. 2001 kehrte er als Professor und geschäftsführender Leiter an das Institut für Werkstoffkunde zurück und übernahm zudem die kommissarische Leitung des Institutes für Kerntechnik und Zerstörungsfreie Prüfverfahren.


Prof. Bach war von 2005 bis 2010 Dekan der Fakultät für Maschinenbau, welche er entscheidend geprägt hat und in der er viele zukunftsweisende Entwicklungen auf den Weg gebracht hat.

Er war Sprecher zahlreicher koordinierter Programme wie z.B. des Sonderforschungsbereiches „Prozesskette zur Herstellung präzisionsgeschmiedeter Hochleistungsbauteile“, des Graduiertenkollegs „Herstellung, Bearbeitung und Qualifizierung hybrider Werkstoffsysteme“ und der Forschergruppe „Hochleistungsfügetechnik für Hybridstrukturen“. Professor Bach hat sich in herausragender Weise um die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik verdient gemacht. Er war viele Jahre als Gutachter für die Deutsche Forschungsgemeinschaft  und die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ tätig. 2004 wurde er in das DFG-Fachkollegium „Werkstofftechnik“ gewählt. Darüber hinaus war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Werkstofftechnik e.V. WAW, der Fachgruppe „Stilllegung“ der Kerntechnischen Gesellschaft (KTG), des DVS-Fachausschusses 6 „Sonderschweiß- und Schneidverfahren“ und des Kuratoriums des Heinz-Piest-Instituts für Handwerkstechnik. Als Vorstandsmitglied wirkte er maßgeblich an der Entwicklung des Niedersächsischen Zentrums für Produktionstechnik NFP, des Produktionstechnischen Zentrums Hannover PZH und des Clausthaler Zentrums für Materialtechnik CZM mit.

Für seinen Einsatz und sein Engagement wurde ihm 2006 das Verdienstkreuz am Bande verliehen. 2007 wurde er Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften der Hochschulen der Ukraine; im April 2009 wurde ihm die Ehrendoktorwürde (Dr. h.c.) durch den Fachbereich der Produktionstechnik der Universität Bremen und im Mai 2009 die Ehrendoktorwürde (Dr.-Ing. E.h.) durch die Fakultät Mathematik/Informatik und Maschinenbau der Technischen Universität Clausthal verliehen.

Das Institut verliert mit Professor Bach einen national und international hoch angesehenen Wissenschaftler, innovativen Denker, engagierten Mentor und vor allem einen guten Freund. Wir werden ihm, der das Institut mit seiner Weitsicht, Klugheit und Tatkraft in bis heute nachwirkender Weise geprägt hat, ein ehrendes Andenken bewahren.